Plötzlicher Kindstod, so reduzieren Sie das Risiko!

Die richtige Zimmertemperatur, die richtige Schlaflage und vieles mehr...

Plötzlicher Kindstod ist immer wieder das Thema bei Müttern und Vätern. Was soll ich beachten, was soll ich tun, was ist das richtige für mein Baby?

Sorgen sie dafür das Ihr Kind sicher schläft! Die Risiken sind fast alle reduzierbar!

Der plötzlicher Kindstod / SIDS (von engl. sudden infant death syndrome) darüber wird in jedem Land unterschiedlich intensiv informiert. So sind zum Beispiel die Todesfallzahlen in Holland (dort wird konsequent informiert) 4mal geringer als in Deutschland. Deshalb ist es mir auch so wichtig darüber zu informieren und aufzuklären was sie selbst tun können. Das sie sich darüber informieren ist schon der erste Schritt. Helfen Sie mit und informieren Sie auch andere Eltern in Ihrer Umgebung.

Wichtig zu wissen: Die Fälle des plötzlichen Kindstodes (SIDS-Fälle) haben in den letzten Jahren deutlich abgenommen. So verstarben 1991 in Deutschland noch 1286 Babys am plötzlichen Kindstod. 2012 waren ist hingegen nur noch 131. Auch in anderen OECD-Ländern sind die Zahlen um etwa 90% gesunken. Das heißt: Der Plötzliche Kindstod ist noch immer eine reale Gefahr – aber er ist zu einem sehr seltenen Ereignis geworden.

Was Sie beachten sollten um das Risiko zu senken. Hier im Überblick:

  • Die sicherste Schlaflage ist die Rückenlage
  • Vermeiden sie Überwärmung
  • Kein erhöhtes Risiko beim Schlafen im Elternbett, wenn...
  • Rauchen ist schädlich
  • Stillen ist gesund für Kind und Mutter

Die sicherste Schlaflage ist die Rückenlage:

Egal wan Ihr Baby schläft, es sollte stets auf dem Rücken liegen. Dies ist die mit Abstand sicherste Schlafposition. Sofort nach der Geburt sollte Ihr Baby diese Schlafposition einnehmen, da es später schwieriger wird, Ihr Kind umzugewöhnen. Diese Art des Schlafens vermindert den plötzlichen Kindstod um mehr als 50%. Man nimmt an das der Hustenreflex der Kinder in Bauchlange nicht optimal funktioniert. Im Schlaf Erbrochenes kann hierdurch eingeatmet werden.

Oftmals hat sich in den köpfen vieler Eltern die Meinung manifestiert, das Ihr Baby auf dem Rücken schlafend an der Nahrung verschlucken oder gar am Erbrochenen ersticken kann. Keine Angst, die Rückenlage erhöht, nach Ansicht der Experten, das Risiko nicht!

Immer wieder erreichen mich Fragen zum Thema: "Was mache ich wenn Sich mein Baby selbst auf den Bauch oder auf die Seite umdreht?" Nach Rücksprache mit unserer Kinderärztin haben wir erfahren das man sie, wenn sie sich selbst drehen können, auch so schlafen lassen kann.

Wichtig ist dabei zu verstehen, das verhindert werden soll das das Baby erstickt. Z.B. in dem es unter die Bettdecke gerät oder sein Gesicht im Kissen oder einem "Nestchen" vergräbt.

Vermeiden Sie Überwärmung:

Alle Eltern sorgen sich um Ihr kleines Baby und versuchen Ihr Kind for dem Erfrieren oder einer Erkältung zu beschützen. Da Babys aber noch keine gute Temperaturregulierung haben, hat ein gesundes Baby viel mehr Probleme mit zu Großer Wärme. Und genau hier entsteht das Problem beim Schlafen und kann gefährlich werden. Sollten sie unsicher sein ob Ihr Baby die richtige Wohlfühltemperatur hat, testen sie es einfach im Nacken. Die Füßchen oder Händchen dürfen kühl sein, aber im Nacken sollte die Temperatur angenehm sein.

Wichtig zu wissen ist: Sollte Ihr Baby sich unterkühlen wird es automatisch wach und meldet sich bei Ihnen. Anfangs mit leichten Geräuschen und später mit Schreien! D.h. gegen unterkühlung wird sich Ihr Baby lautstark wehren!

Leichte Schlafkleidung!

Ihr Baby braucht zum Schlafen nur Windel, Body und Schlafanzug. Im Sommer auch mal weniger.

Keine Mütze im Bett!

Ihr Baby reguliert seine Körpertemperatur über den Kopf. Unterbinden sie diese Möglichkeit nicht!

Babyschlafsack statt dicker Decken (z.B. Daunen)!

Wir benutzen einen Babyschlafsack. Damit erreichen wir sogar gleich zwei Ziele auf einmal. 1. Es verhindert die Überwärumug und 2. Es verhindert das Ihr Baby mit dem Kopf unter die Bettdecke gerät und ersticken kann. Wichtig dabei ist die richtge Größe. Körpergröße plus 10cm an allen Seiten. Damit kann nichts schief gehen.

Keine Kopfkissen oder anderer kuschlige Gegenstände

Alle neugebackenen Eltern versuchen es Ihrem Nachwuchs anfangs so schön wie möglich auf dieser harten Welt zu machen. Aber Kopfkissen oder andere kuschliges Gegenstände wie Schaffell, Nestchen, Plüschtieren o.ä. haben im Kinderbettchen nichts zu suchen! Diese Gegenstände können einen gefährlichen Wärmestau herbeiführen oder aber zum Ersticken beitragen.

Die ideale Raumtemperatur zum Schlafen liegt bei 16 - 18 Grad

Kein erhöhtes Risiko beim Schlafen im Elternbett, wenn...

...sie ein paar Grundregeln beachten.

Vor einiger Zeit sorgte eine Studie von Carpenter et al. für große Aufregung unter Eltern und Ärzten. In der Studie wurde behauptet, "das gemeinsame Schlafen von Mutter und Kind würde das Risiko für SIDS (plötzlicher Kindstod) deutlich erhöhen". Schon damals wurde von Kritikern angemerkt, das in Carpenters Studie klassische Risikofaktoren wie Rauchen oder Alkoholkonsum der Eltern nicht berücksichtigt wurden. Einige deutsch Kinderärzte und Wissenschaftler hatten darauf eine Stellungnahme verfasst und veröffentlicht. Nun zeigt die aktuelle Studie von Peter Blair das das Schlafen des Baby´s im Familienbett "von reifgeborenen Kindern in sicherer Schlafumgebung (kein Sofa) und unter Ausschluss der bekannten Risikofaktoren (nicht rauchen, kein Alkohol- oder Drogenkonsum) das SIDS-Risiko nicht erhöht." (Siehe die Originalstudie in englisch).

Forschungen über SIDS haben dahingehend noch zusätzlich Fragen aufgegriffen. Könnte es vielleicht sein, dass die rigiden Empfehlungen gegen das geteilte Elternbett selbst zu einer Gefahr für die Babys werden? Etwa, weil manche Mutter das nächtliche Stillen als so anstrengend empfindet, dass sie eher damit aufhört? Oder weil sie ihr Kind nachts dann vielleicht in einer unsicheren Umgebung stillt, wie etwa auf einem Sessel – und dort mit dem Baby einschläft? Auch Entwicklungspsychologen und Bindungsforscher fragen sich: Was bedeutet die Angst vor dem gemeinsamen Schlaf für Familien, deren Baby im eigenen Bettchen einfach unruhig und unzufrieden ist? Wird dadurch nicht der sowieso belastende Übergang ins Familienleben noch schwieriger als er ohnehin schon ist? Wird dadurch nicht vielleicht der Aufbau eines wichtigen »Entwicklungskapitals« erschwert, nämlich einer sicheren, verlässlichen Beziehung?

Wichtig für Sie:

Schlafen Sie nicht mit Ihrem Baby in einem Bett, wenn Sie unter Alkoholeinfluss oder Drogen stehen und rauchen Sie nicht!

Rauchen ist schädlich

Das Rauchen schädlich für den Raucher ist, ist schon lange bekannt. Und seit 2014 werden sogar Nichtraucher in Öffentlichen Gebäuden gesetzlich vom passiven Rauchen geschützt. So ist es nicht verwunderlich, das auch das Rauchen der Mutter während der Schwangerschaft als auch das Rauchen in der Wohnumgebung des Kindes zu einem erhöhten Risiko für den plötzlichen Kindstod führt. Auch Erkrankungen der Atemwege, Mittelohrentzündung und Asthma bronchiale sind bei dauernder Rauchbelastung der Kinder viel häufiger.

Stillen ist gesund für Kind und Mutter

Das Fachjournal „The Lancet“ hat als Fazit mehere Analysen zu stillenden Müttern dargestellt, das die Muttermilch nicht nur vor Allergien schützt, weil es die Darmschleimhaut vor dem Eindrigen von Allergenen schützt oder aber den plötzlichen Kindstod , sondern auch für die Mutter gut ist. So gibt es Studien, die nahelegten das Mütter, die ihre Babys gestillt haben, bekämen auch seltener Brust- und Eierstockkrebs.

Demnach könne eine längere Stillzeit nicht nur den Tod von Babys weltweit, sondern auch Todesfälle durch Brustkrebs verhindern, schreiben die Autoren um Cesar Victora von der Federal University of Pelotas in Brasilien.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt eine ausschließliche Ernährung durch Muttermilch während der ersten sechs Lebensmonate und ein teilweises Stillen bis zum Alter von bis zu zwei Jahren.

Während der ersten Jahre mit mit meinen zwei Töchtern habe ich viel über den plötzlichen Kindstod gehört und da ich anfangs wenig Informationen zu diesem Thema kannte war meine Partnerin und ich sehr verunsichert, was wir tun und was wir lassen sollen.

So haben wir ständig während der Schlafphasen unserer Töchter die Atmung kontrolliert und uns verrückt gemacht und um den Schlaf gebracht.

Ich möchte mit diesem Artikel vermeiden, das es Ihnen ähnlich geht und das Sie und Ihr Baby gesund ein und durchschlafen. In diesem Artikel war es der plötzliche Kindstod den ich näher beleuchtet habe, doch es gibt noch viele weitere Fragen die Sie beschäftigen.

Auf der nächsten Seite gehe ich näher auf Fragen wie "Warum weint mein Baby?", "Wie lange darf ein Baby nachts schlafen?", "Was hält mein Baby vom schlafen ab?" ein. Und noch viele mehr...

Wie wir und viele andere Mütter es geschafft haben, unsere Babys zum sicheren und ruhigen Schlafen zu bringen, lesen sie auf der...

Aber aufgepasst :

Obwohl die Reduzierung des Risikos ein erster Schritt in die richtige Richtung ist, habe ich festgestellt, das noch einiges mehr zu Beachten ist damit Ihr Baby ruhig und sanft das Schlafen lernt.

Wie lange darf ein baby nachts schlafen, warum weint mein Baby, was hält mein Baby vom Schlafen ab und vieles mehr... das entdecken sie auf der nächsten Seite.

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