8 Baby Schlaf Fehler, die Eltern machen!  ... und wie sie diese vermeiden!

Geschrieben von Marcus Nuhrbach, zweifacher Vater und Autor des bestsellers "Schlaf Baby Schlaf..."

Übersicht

Sein Baby zum Einschlafen und durchschlafen zu bringen ist eine der größten Herausforderunen für neu gewordenen Mütter und Väter. Wie wir selbst am eigenen leibe mit unserer ersten Tochter erfahren konnten. Zum glück haben wir unser Fehler erkannt und bei unsere zweiten Tochter (zum großen Teil) nicht noch einmal gemacht. Naja zumindest haben wir unsere Fehler schell erkannt und wussten woran es lag. Damit auch sie schnell erkennen woran es liegt habe ich die häufigsten Fehler hier aufgeschrieben.

  • 1. Fehler: Sie bringen Ihr Baby zu spät ins Bett
  • 2. Fehler: Sie verlassen sich auf Bewegung
  • 3. Fehler: Reizüberflutung
  • 4. Fehler: Die Zubett-Routine nicht einhalten
  • 5. Fehler: Ungeduldige Eltern
  • 6. Fehler: Zu früh in ein großes Bett
  • 7. Fehler: Hunger
  • 8. Fehler: Zu Warm

Fehler Nr. 1: Ihr Baby ist nicht müde genug

Wenn Ihr Baby trotz all Ihrer Hilfe sehr lange zum Einschlafen braucht, ist es oft einfach nicht Müde genug. Babys schlafen eine bestimmte Menge an Stunden. Es liegt bei den Eltern, diese richtig zu verteilen. D.h. das kann abends später hingelegt oder aber tagsüber kurzer schlafen gelegt werden. Wichtig dabei ist: Wenn Sie am Schlafverhalten Ihres Babys etwas verändern wollen müssen sie zwischen 7 und 10 Tagen die neuen Maßnahmen konsequent umsetzen. Denn so lange braucht die Körperfunktion Ihres Babys für die Umstellung and den neuen Rhytmus.


Viel besser ist es, eine Routine beim Schlafengehen einzuhalten. Warten sie mit der Routine nicht, bis Ihr Baby anfängt zu gähnen und es sich die Augen reibt.


Fehler Nr. 2: Sie verlassen sich auf Bewegung

Sie sind froh das Ihr Baby im Autositz eingeschlafen ist oder in einer Hängematte ungeplant tagsüber ein Nickerchen macht. Sie haben jetzt endlich mal eine zusätzliche Ruhepause? Das könnte sich bald Rächen. Babys sind es aus dem Bauch heraus gewohnt das sie Immer in Bewegung sind und können sie mit dieser Bewegung gut beruhigen. Langfristig ist es jedoch sehr unpraktisch, wenn Sie Ihr Baby nachts mit dem Auto umherfahren müssen, damit es einschläft. Es ist in Ordnung, Bewegung einzusetzen, wenn Ihr Baby aufgeregt oder quengelig ist. Machen Sie dies aber nicht zu einer ständigen Routine beim Zubettgehen.


Fehler Nr. 3: Reizüberflutung

Auf dem Fußboden haben sie eine Spieledecke und darüber ein Mobile mit sich drehenden Sielsachen, geräuschen und Licht angebracht. Oder aber Sie haben ein Mobile über der Wickelkomode. Sie sehen das Ihr Baby sich damit ablenken lässt und es so das Schreien aufhört. Verfallen sie aber nicht dem Glauben das en Mobile daher auch über ein Bettchen gehört. Denn dadurch wird es zwar abgelengt, jedoch ist die Ablenkund so groß das es wach bleibt, beobachtet und nicht lernt, das es Zeit zum Schlafen ist.


Reduzieren sie alle Reize auf ein Minimum. Es ist viel besser, Ihr Baby in einem fast ganz dunklen Raum schlafen zu legen.

Fehler Nr. 4: Fehlende Zubettgeh-Routine

Sie nehmen vielleicht an , das Ihr Baby keine routine braucht. Oder das Vorlesen eines Buches noch nicht notwendig ist. Dies ist jedoch ein trugschluss. Babys müssen sich erst an Ihre neue Umgebung, außerhalb des Bauches gewöhnen. Dbei hilft Ihnen so viel Routine wie möglich. Erst später habe ich bei meinen Töchtern gesehen, das sie sich eine Seite in einem Buch immer und immer wieder ansehen. Erst durch die Routine und das ständige wiederholen lernt das Baby wie es mit den neuen Eindrücken umgehen soll. Genau wie ein Baby die Buchseiten immer wieder wiederholt, so ist es auch bei Ihrem Baby mit dem Zubettgehen. Der immer gleiche und ruhige Ablauf schafft bei Ihrem Baby vertrauen und es lernt was es nach der Abendroutine machen soll. Nämlich schlafen! Sobal sie diese Routine unterbrechen, wird Ihr Baby beim Einschalfversuch feststellen das hier doch noch etwas fehlt und dies wiederum wirkt sich auf das Einschlafen negativ aus.



Sie können jede Routine, die Sie für Ihr Kind passend finden, einführen. Sie sollten nur sicher stellen, das sie diese Reihe von entspannenden Schritten, jeden Abend ungefähr zur gleichen Zeit durchführen.

Fehler Nr. 5: Ungeduldige Eltern

Anders als bei vielen Tieren werden wir Menschen als unvollkommenes Wesen geboren. Er muss erst alles lernen. Das Sprechen, das Laufen, sich selbst beruhigen und wie könnte es anders sein, das Schlafen. Dabei achtet Ihr Säugling von anfang an auf Sie als Eltern und versucht Sie nachzuahmen. Dafür verantwortlich sind die sogenannten Spiegelneuronen. D.h. wenn die Eltern ungeduldig sind und ihr Baby gehetzt zu Bett bringen wollen, wird Ihr Kleines sie versuchen zu Spiegeln und das Gleiche verhalten aufzeigen. Letzendlich wird Ihr Baby in diesem falle auch gehetzt sein, schnell atmen, sich ruckartig bewegen und so nicht zum Schlafen kommen.

Anders ausgedrückt heißt das: Warum ist Mama/Papa so ungeduldig? Es gibt bestimmt einen Grund für diese Ungeduld! Also bin ich auch ungeduldig und drücke das evlt. mit Schreien oder Strampeln aus...

Fehler Nr. 6: Zu früh in ein entferntes Bett

Der Überlebensintinkt bringt neugeborene Babys dazu, in den ersten Wochen regelmäßig auf zu wachen und nach dem "Rechten zu sehen". Geht es mir gut, bin ich satt, ist mir warm genug, bin ich noch am selben Ort wie ich eingeschlafen bin, ist meine Mama noch da? Das Baby achtet dabei auf Sich und seine Umwelt um zu Überleben. Wenn Sie Ihr Kind zu früh von seinem eigenes Bett legen, wird es die unsicherheit spüren und evtl. aufwachen.


Fehler Nr.7: Hunger in der Nacht

Sollte Ihr Baby nachts schreien, ist das wahrscheinlich das erste an was Sie denken.

Indem Sie lernen, die Anzeichen von Hunger wahrzunehmen, können Sie Ihr Baby füttern, bevor es anfängt zu schreien. Einige Anzeichen, auf die sie bei Neugeborenen achten sollten: Jammern, mit den Lippen schmatzen, den Suchreflex (ein Reflex bei Neugeborenen, der dazu führt, dass Babys ihren Kopf zu Ihrer Hand wenden, wenn Sie ihre Wangen streicheln), und das Führen der Hand zum Mund. Um die Mimiken meiner zwei Babys besser zu verstehen habe ich mich mit der Arbeit von Paul Ekman befasst und auf dessen Erkenntnisse Vorlagen erstellt. Diese können auch sie nutzen.

Fehler Nr.8: Zuviel Aufregung kurz vor dem Schlafengehen

30-60 Minuten vor dem Schlafen sollte auch die Aufregung in der ganzen Familie sich stetig reduzieren. Dabei gilt als Aufregend alles was die Aktivitäten (Körperlich & Geistig) steigert als Aufregend. Dazu zählen Fernsehen, Toben (bei uns heißt es Flitzen), Verstecken und vieles mehr. Wichtig dabei ist, das es bis zum endgültigen "Licht aus und Ruhe" stetig mit der Aufregung runter geht. Besser ist eine ruhige Beschäftigung im Sitzen, ruhige Musik, eine entspannende Geschichte oder etwas basteln. Dämpfen Sie das Aktivitätsniveau der ganzen Familie, schalten Sie den Fernseher aus, machen Sie Musik leiser und dämpfen Sie auch die Lautstärke Ihrer Unterhaltung.

Wusten Sie, das auch ich noch fehler mache... 🙂

Erst gestern habe ich alleine meine 8 Monate und 3 Jahre alten Töchter gleichzeitig ins bett gebracht. Leider wollte ich nach dem Baden direkt die kleine Tochter zum Schlafen bringen und habe beide gleichzeitig ins Bett gesteckt und das Licht ausgemacht. Für Beide war der Schritt vom Baden zum "Licht aus und Ruhe" viel zu schnell. Zum glück habe ich meinen Fehler schnell entdeckt und nachdem die "Große" keine Ruhe geben wollte d.h. sie zappelte mit den Beinen und sang vor sich hin, noch mal das Licht angemacht und mein Abendritual "Geschichte Lesen" und dann "Licht aus" noch zu ende geführt. Und nachdem ich die Aufregung nun langsam und kontinuierlich reduziert habe, haben beide Ihre Augen zu gemacht und sind eingeschlafen. Puh... gerade noch mal die kuve gekriegt.

So, jetzt sind sie dran... Eigentlich sind die aufgezählten Fehler sehr einlächtend und nachvollziehbar. Es gibt jetzt also keinen Grund mehr diese zu wiederholen.

Aber aufgepasst:

Obwohl die Beachtung dieser 8 Fehler ein erster Schritt in die richtige Richtung ist, habe ich festgestellt, das noch einiges mehr zu Beachten ist damit Ihr Baby ruhig und sanft das Schlafen lernt.

Wie lange darf ein baby nachts schlafen, warum weint mein Baby, was hält mein Baby vom Schlafen ab und vieles mehr... das entdecken sie auf der nächsten Seite.

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